Frieden, so weit wie mein Himmel

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Frieden, so weit wie mein Himmel, Foto (c)Frau Feder - Corina Gildemeister

Hier erhalten Sie eine unveröffentlichte Leseprobe aus meinen vielen Texten, die noch auf eine Veröffentlichung warten:

(c) Corina Gildemeister „Frau Feder“, www.fraufeder.de

Frieden, so weit wie mein Himmel

“Es ist so friedlich, so friedlich, dass es nicht schöner sein kann, nicht stiller sein kann, nicht tröstlicher sein kann, nicht versöhnlicher sein kann, nicht ehrfürchtiger und anbetungswürdiger sein kann…es ist kein Flüstern da, kein Drama der Natur in diesem Moment, in diesem zarten Moment, wenn die Sonne längst gestorben scheint, und die Dämmerung und der Untergang den neuen Horizont verschönern, verzaubern, voller Schweigen einhüllen, voller goldenen Abschiedsgruß, voller stillstehendem Menschenfrust…

Alles, alles ist fern, und der Zauber des Moments, die Magie, der Stillstand, der Frieden, die Weite, die Farben, ihre Zärtlichkeit beim Sterben in die Dämmerung, Dunkelheit und Nacht hinein, sie sind wie ein Lockruf, eine ewige Melodie, die immer hörbarer wird, je mehr Licht verschwindet, je mehr Frieden glattgebügelt über meinem Himmel liegt und segelt und webt und steht und vergeht und mich mit sich auf seine Reise nimmt…vergehend, vergänglich…auf die andere Seite…

Frieden, so weit wie mein Blick, Frieden so weit wie mein Himmel, Frieden so weit wie mein Herz, Frieden, so weit wie die Farben, die vergehen und nur noch Silhouetten zurücklassen, keine Bäume mehr, keine Dächer mehr, keine Wintergärten mehr…nur noch Schattenzeichnungen, Schattenbilder, ein letztes mal in goldenem Farbguss präsentiert…ein letzter Auftritt im Dämmerungsgewand, so zärtlich gespensterhaft in Szene gesetzt, dass es fast weh tut, in dieses Bild voller Zerbrechlichkeit, Vergänglichkeit hineinfassen zu wollen…dass es fast weh tut, dieses letzte Leuchten mit den Augen, Herzen, mit der Seele, mit dem ganzen Sein auffangen zu wollen, wegschließen zu wollen, für immer wie ein unvergessliches Erinnerungsstück in der Seelenschatzkammer hinein fallen zu lassen…

Dieser Moment, dieser Abend, diese Stimmungsbilder und Farben schreiben sich in mein Gemüt…es wird verführt vom Untergang ins Dunkelland, von der Klage des Tages an den Abend…

Es ist, als ob sich der Horizont geöffnet hätte mit diesem letzten Licht, mit diesem Übergang in die Dämmerung, die einfach nicht weg will, vergehen will…nein, sie steht mit ihrem Farbgewand für nur einige Momente, für nur einige Momente still, verzaubert mich, lockt mich und verführt mich…ruft mich, in sie hineinzuspringen…in ihre Fluten des Horizontes, der ein lockendes Farbenmeer zu sein scheint…”

Infos:

„Frieden, so weit wie mein Himmel“- unveröffentlichte Leseprobe (c) Corina Gildemeister „Frau Feder“, Quelle: www.fraufeder.de

Genre:

Erleuchtungspoesie zur Selbst-, Sinn-, Glücks- & Auszeitfindung;
Momentaufnahmen; Zitate; Meditative Gedanken und Stimmungen

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